Sonntag, 1. Februar 2015

Wenn Stress krank macht...

Hallo ihr Lieben,

wie ihr sicher schon bemerkt habt, kommen von mir in letzter Zeit immer weniger Posts für euch. Und wenn was kam, waren es Outfit-Posts, da muss man wenig von SICH geben, von sich als MENSCH.
Aber heute kommt etwas mehr von MIR, von mir als SABRIN.

Einige von euch wissen vielleicht, dass ich meinen Studiengang gewechselt habe...d.h. ich studiere "Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit". Ich wollte weg aus Frankfurt, weg von Erinnerungen, weg von meinem Leben dort. Aber wie, ohne das ich eine Aufgabe dort habe, außer Tochter und Schwester von meinen Lieben zu sein :) (was auch manchmal ein Fulltime-Job sein kann ;))
Also ging es wieder zurück ins Saarland, aber ohne Perspektive wollte ich da auch nicht weitermachen, darum entschied ich mich für dieses Studium.

Es macht mir auch wirklich Spaß, bloß wurde ich parallel, weil mir einige Scheine anerkannt wurden, ins 1.+2.+3. Semester eingestuft. Jetzt muss ich quasi Studienleistungen aus allen 3 Semestern erbringen und das gleichzeitig. Für ein Bachelor-Studium kann ich euch sagen, es ist verdammt viel und umfangreich, was da von einem abverlangt wird. In Frankfurt habe ich "Soziale Arbeit" 3 Semester mal studiert, was wirklich easy und locker war. Für eine Hausarbeit hat locker ein Wochenende mit kurzen Pausen ausgereicht, ne 2.0 war dann mindestens drin, war wie ein Spaziergang. Aber Hola die Waldfee, auf der neuen Hochschule sieht es da wirklich um Einiges strammer aus, selbst auf der Uni war es vom Umfang nicht so heftig.

Dieses Semester habe ich 5 Klausuren, 2 mündliche Prüfungen, eine Überprüfung, plus die ganzen Exzerpte, Abstracts und Thesenpapieren, und die Referate, Vorstellungen und sonstigen Beiträge, die ja auch noch dazu kommen. Ich bin nur noch am herum eiern und habe keine ruhige Minute mehr, um vielleicht mal Freunde zu treffen oder Zeit für mich zu haben.

Zu dem habe ich natürlich noch einen Job, weil Geld muss ja auch rein. Nur Tochter zu sein und das Geld von den Eltern zu nehmen, das bin ich nicht und irgendwann ist dann auch mal gut :) Ich arbeite seit ich denken kann und das plötzlich nicht mehr machen zu dürfen/sollen, das könnte ich mir nicht vorstellen. Allerdings ist da momentan auch sehr viel los, d.h. ich habe da locker meine 20 Stunden die Woche, manchmal sogar 30 Stunden. Für den Geldbeutel ist das natürlich eine freudige Nachricht, aber für mein Nervenkostüm ist das gerade jetzt zuviel.

In den letzten Monaten war ich nun schon mehrfach richtig krank...eine heftige Herpesinfektion, die fast zu einer Gehirnhautentzüdung geführt hätte, weil der Herpes sich immer mehr ausbreitete, so extrem hatte ich es noch nie. Und Herpes kommt ja mitunter auch durch Stress, den hab ich ja mehr als genug. Naja und seit 2 Monaten habe ich gegen Abend immer eine erhöhte Temperatur. Ganz toll...
Und mein Magen macht auch Probleme, muss jetzt einige Untersuchungen machen und so ein Präparat zum Magenschutz einnehmen. Wenn das nix bringt, dann muss ich den Schlauch schlucken.
Kopfschmerzen, die meinen Kopf zum Rummel werden lassen, da hilft auch keine Kopfschmerztablette.
Ursache von allem natürlich, wie könnte es anders sein: STRESS!!!

Es stehen zwei OP's an, einmal im Kiefer, da ich da ne Zyste habe und eine OP am Schultergelenk...bloß habe ich keine Zeit dafür, weil ich im kommenden Semester 2 Studien und eine Explorationsarbeit durchführen muss. Da es in Gruppenarbeit durchgeführt wird, kann ich ja dann nicht nur für mich entscheiden, sondern ich würde die Personen die mit mir daran arbeiten mit zwingen auszusetzen oder meine Arbeit mit zu machen :(

Durch all den Druck könnte ich den ganzen Tag nur noch schlafen und stehe total neben mir. Manchmal fehlt mir sogar der Antrieb aufzustehen...ich muss schauen, dass ich da etwas ändere dran, bloß wie... Sogar für meine Familie habe ich kaum noch Zeit, obwohl wir zusammen wohnen.
Ich mache das alles lieber mit mir selbst aus, damit zum Arzt zu gehen, das liegt mir irgendwie nicht, weil ich dann denke, wenn ich dem von all dem Kram erzähle, dann heißt es: Schalten Sie einen Gang runter, sonst haben sie bald ein Burnout...ich und Burnout, das passt in meinem kleinen Kosmos nicht in mein Weltbild. Ich bin stark, ich muss das schaffen! (so denkt mein Kopf, bloß sagt mein Körper etwas anderes)

Kennt ihr das, wenn man so sehr im Stress ist und soviel von einem erwartet wird, dass man dann gar keinen Anfang finden kann und einen Abgabetermine, die zwar im Kalender stehen, vergisst und überrascht ist, wenn es soweit ist?

Daher fehlt mir einfach auch der Antrieb und die Lust, die ich normalerweise habe, um meinen Blog zu führen. Aber das möchte ich nicht aufgeben, ich hoffe nur ihr habt Verständnis dafür, dass meine Blogposts momentan einfach etwas auf sich warten lassen, aber sie kommen irgendwann.

Versprochen :)

Wie geht ihr mit Stress um, habt ihr besondere Strategien auf Lager die euch helfen?

Kommentare:

  1. Oh ja der Liebe Stress. Ich entscheide mich gerne bewusst gegen Stress, denn Stress ist wie ich lernen durfte nur eine Entscheidung. Ich mache und lebe dageben Yoga und ernähre mich sehr bewusst. Wenn ich merke das ein Teil von mir sich für Stress entscheidet atme ich erst mal tief aus und verweile dann Einige Momente im nicht atmen. Danach den Atem geschehen lassen und alles ist viel ruhiger. Ich lese das es deinem Körper schlecht geht, da könnte dir eine säure Basen Kur helfen. Ich wünsche dir alles liebe :*

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    1. Den Stress vermindern bzw. nicht so an mich herankommen lassen wäre toll... aber an der Uni wird Leistung erwartet und die Arbeit hat mit weniger Arbeitskraft von mir, auch so ihre Probleme. Daher weiß ich nicht, wie ich das machen kann :/ Ja Yoga soll ja echt soviel helfen, hab ich auch schon öfters gehört.

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  2. Vielleicht solltest du auf den Arzt hören. Während des Studiums ein bisschen weniger arbeiten, auch wenn das Geld dann etwas knapper wird.
    Alles Gute

    Sabine

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    1. Ja, das würde ich gerne, aber da lässt die Arbeitsstelle nicht mit sich reden. Und ich bin froh eine Arbeit zu haben, abgesehen davon, dass es hier im Saarland nicht soviel Auswahl gibt und man froh sein kann, wenn man einen hat...

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  3. Liebe Sabrin,

    was ich da lese ist grobe Fahrlässigkeit die du deinem Körper und deiner Seele antust. Angst vor dem Arzt zu haben, der dir helfen könnte - nur weil du es in deinem Kopf nicht mit dir vereinen kannst Schwäche zu zeigen? Das zeigt doch eigentlich sehr genau, wo du den Hebel ansetzen musst.
    Es tut mir leid, wenn meine Worte jetzt vielleicht hart klingen, aber als jemand, der ein Burn Out bereits hinter sich hat, Psychotherapie und dergleichen, weiß ich einfach, dass es keine Lösung ist, nichts zu machen. Und ja, ich weiß dass man mit Yoga so manches wegatmen kann - aber eben nicht alles.
    Ich bitte dich einfach: hör auf deinen Körper, hör auf deine Seele und überwinde dich, diejenigen helfen zu lassen, die wirklich davon Ahnung haben. Und das sind nicht wir, die Leser deines Blogs, sondern Ärzte, die sich mit den Symptomen auskennen.

    Alles Gute,
    Gabi

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